Einstellbares Fasen von unterbrochenen Bohrungskanten vor- und rückwärts in einem Arbeitsgang.
Ermöglicht das Fasen von unterbrochenen Bohrungskanten – vor- und rückwärts in einem Arbeitsgang. Ohne das Werkstück zu drehen oder die Spindel zu stoppen, befreit GH-S die Bohrungskanten vom Grat und versieht sie mit einer winkelgenauen Fase. Die Schneidkraft ist am Werkzeug einstellbar. GH-S zeichnet sich besonders durch die sekundärgratfreie Bearbeitung der Bohrungskanten aus.
Besonderheiten/Vorteile
- Vor- und rückwärts oder nur rückwärts Fasen von unterbrochenen Bohrungskanten in einem Arbeitsgang.
- Zweischneidiges Werkzeug für genaue Faswinkel und hochwertige Fasoberflächen.
- Fasstärke direkt am Werkzeug stufenlos einstellbar, je nach Bohrungsdimension von 0.1 bis 2mm.
- Auswechselbare Hartmetall Messer mit materialabhängiger Beschichtung.
- Kein Verletzen der Bohrungs- oder Gewindeoberfläche beim Durchdringen.
Das GH-S Fassystem war das erste von HEULE entwickelte Werkzeug, das die Grundidee der Bearbeitung beider Bohrungskanten automatisiert, in einem Arbeitsgang und ohne Werkstückumspannung erfüllte. Heute ist das GH-S Fassystem im Wesentlichen durch das SNAP Fassystem abgelöst worden. Im Grundsatz haben die beiden Fassysteme den gleichen Anwendungsbereich. Einige Eigenschaften machen aber das GH-S Fassystem nach wie vor zur ersten Wahl. Das Zweischneiderprinzip und die starre Verbindung der beiden GH-S Messer erlaubt das Fasen von bis zu knapp 180° unterbrochenen Bohrungskanten. Auch Bohrungen mit Querbohrungen können drehend durchfahren werden. Dementsprechend findet das GH-S Fassystem vor allem dort Anwendung, wo Bohrungskanten durch Nuten, Sicken, seitlichen Anfräsungen usw. unterbrochen sind. Werden besondere Anforderungen an die Fasoberfläche gestellt, überzeugt das GH-S Fassystem ebenfalls. Die beiden GH-S Messer fahren synchron und stetig mit zunehmender Schnittkraft ein. Dies erzeugt Fasoberflächen, wie sie beim Feindrehen entstehen.
Die Fasbearbeitung erfolgt von der gleichen Seite wie die vorgängige Bohrbearbeitung. Die zwei GH-S Messer lassen sich radial im Messergehäuse versenken. Sie sind im Messergehäuse über ein Steuersystem federnd beweglich gehalten. Gleichzeitig sind die GH-S Messer über das Steuersystem starr zueinander verbunden. Das Steuersystem reagiert auf die progressiv ansteigende Schnittkraft. Sie ist von Werkstoffqualität und Fasengrösse abhängig. Die Schnittkraft auf die beiden Messer kann am Werkzeug stufenlos eingestellt werden. Übersteigt die Schnittkraft die eingestellte Messerkraft, ziehen sich die beiden Messer selbständig und synchron in das Messergehäuse zurück. Sind die Messer eingefahren durchfährt das GH-S Werkzeug mit drehender Spindel die Bohrung. Das Steuersystem reduziert die Messerkraft auf ein Minimum. Dadurch ist eine Beschädigung der Bohroberfläche oder eines Gewindes ausgeschlossen. Beim Bohrungsaustritt fahren die Messer in die Ausgangstellung und verriegeln sich gegenseitig. Im Arbeitsvorschub rückwärts wird nun die hintere Bohrungskante gefast.
- Steuersystem
- Schaft
- Messergehäuse
- Wippe
- Messer
Das GH-S Sortiment setzt sich aus 4 Werkzeugserien zusammen. Innerhalb dieser Serien gibt es diverse Durchmesser Abstufungen die einen kleinen Bohrdurchmesserbereich abdecken. Details zum Sortiment sind im Katalog zu finden.
| Werkzeug | Bohrung | Max. Fasstärke |
GH-S 4 – 10
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Ø 4 – Ø 10
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0.1 – 0.6
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GH-S 10 – 22
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Ø 10 – Ø 22
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0.1 – 1.0
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GH-S 18 – 42
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Ø 18 – Ø 42
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0.1 – 1.5
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GH-S 42 – 100
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Ø 42 – Ø 100
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0.2 – 2.0
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