Die pso GmbH in Diepoldsau, Schweiz, steht für hochpräzise Zerspanung auf modernsten Anlagen. Seit der Gründung 2016 hat sich das Unternehmen schnell zu einem leistungsfähigen Partner im Fräsen, Drehen und Messen entwickelt – mit ebenso innovativer wie kundenspezifischer Fertigung und Qualitätsüberprüfung. Mit dieser Ausrichtung positioniert sich die pso GmbH nicht nur als Fertiger von Einzelteilen, sondern als verlässlicher Dienstleister für Serienproduktionen, der die Ansprüche seiner Auftraggeber im Maschinen- und Anlagenbau konsequent erfüllt und weiterentwickelt. Entsprechend werden auch Fertigungsprozesse wo immer möglich auf Effizienz und Prozesssicherheit optimiert, um Durchlaufzeiten und händische Nacharbeit zu reduzieren.
Bei der Fertigung von zwei Werkstücken, welche schlussendlich in der Energie-Industrie zum Einsatz kommen, waren neue innovative Ansätze gefragt. Die Grate an den jeweils vier Bohrungen wurden bisher von Hand beidseitig mit einem Kegelsenker entfernt. Dabei bestand jedoch das Risiko, dass Entgratungen vergessen gehen, was wiederum zu Kundenreklamationen führen könnte. Auch war durch die manuelle Bearbeitung das Entgratresultat nicht gleichbleibend. Zudem war der Prozess sehr zeitaufwändig und absorbierte einen Mitarbeiter täglich für rund eine Stunde. Vom einen Werkstück waren jährlich rund 12'000 Stück gefragt, vom anderen sogar 15'000 Stück – total also rund 108’000 Bohrungen, die es beidseitig zu entgraten gilt. Für den Geschäftsführer Philipp Sonderegger war rasch klar, hier muss eine andere Lösung her.
Als erfahrender Zerspaner kontaktierte er den Entgratspezialisten HEULE, wessen Hauptsitz sich nur zehn Minuten von seinem Produktionsgebäude entfernt befindet. Gemeinsam mit der Schweizer Vertretung, der Eisenbart GmbH, wurden verschiedene Lösungen evaluiert. Das Positive für die Lösungsfindung: Die Bohrdurchmesser waren bei allen Bohrungen identisch.
Als erste Option stand das Faswerkzeug SNAP, welches nach dem Bohrprozess zuverlässig die Grate an beiden Bohrungskanten entfernt und sie gleich auch mit einer Fase versieht. Das rein mechanische Werkzeug konnte einfach in die verfügbare Maschine und den bestehenden Prozess integriert werden. Die manuelle Operation wurde dadurch komplett eliminiert, was die Prozesssicherheit massiv verbessert.
Als erfahrender Problemlöser hat HEULE jedoch noch eine weitere Lösung für die pso GmbH bereit: Das Kombiwerkzeug VEX, welches Bohren und Entgraten in einem Werkzeug und dadurch in einem Arbeitsgang vereint. So kann ein weiterer Werkzeugwechsel eingespart werden, was die Zykluszeit zusätzlich reduziert.
Die verantwortlichen Personen bei der pso GmbH waren begeistert, woraufhin erste Tests zeitnah umgesetzt wurden. Der mühsame Prozessschritt des manuellen Entgratens war eliminiert, die Prozesssicherheit ist stark angestiegen. Die Taktzeit pro Werkstück konnte auf nur 17 Sekunden reduziert werden und auch die Standzeit begeistert: Das Messer hält seit rund 15'000 Bohrungen. Philipp Sonderegger ist überzeugt:
Alles Ergebnisse, die zur pso GmbH und den hohen Ansprüchen hinsichtlich optimierter Fertigung passen.